Startup 2: Geschenke Reminder inklusive Post Mortem

InStartup 2

Schlechtes Regen oder Stau ? Mich kann eigentlich nichts aus der Ruhe bringen. Außer die Zeit vor Weihnachten und die Aufgabe, zahlreiche Geschenke zu besorgen. Das fühlt sich für mich immer an wie „auf Knopfdruck ein Startup zu erfinden“. Es funktioniert einfach nicht und die besten Geschenkideen kommen meist zwischen Januar und November – denn grundsätzlich ist es ja ein sehr tolles Gefühl, etwas zu verschenken!

Eine app soll helfen

Seit 1996 bestelle ich meine Geschenke zumindest über das Netz, aber kann Technologie da nicht noch viel mehr? Für den User sollte es so mühelos wie möglich sein und möglichst schon auf vorhandene Daten aufsetzen: Wem soll ich wann was schenken?

Da kam mir direkt Facebook in den Sinn, da man sowohl die Registrierung und späteres Login ermöglicht als auch den Zugriff auf die Freundeslisten hat – und so dann keinen Geburtstag mehr vergisst.

Rapid prodotyp über upwork

Ein MVP war mit balsamiq schnell skizziert. Das Ganze habe ich dann bei Upwork ausgeschrieben und schnell einige Angebote bekommen. Zu meinen ersten Fragen im Chat gehört, ob jemand das Projekt überhaupt verstanden hat. Daher lasse es es in einem Satz zusammenfassen. So filtert man Bewerbungen raus, die sich per Script auf alles bewerben („I have 100 years full stack developer experience…“) oder nicht wirklich bei der Sache sind.

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Die ersten zwei Aufträge waren leider nicht erfolgreich, da es viele Abweichungen vom Layout und auch in der Funktionalität gab. Das Importieren des Geburtstages ist nämlich seit der Open Graph API 2.0 von Facebook gar nicht mehr möglich. Mit den Freelancern habe ich schnell eine Einigung gefunden und werde künftig noch mehr darauf achten, dass sie das Projekt und mögliche Showstopper verstanden habe noch bevor sie wie wild drauf los programmieren.

Nachdem man den Geburtstag nicht automatisch bekommen konnte, wollte ich wenigstens am Markt testen, ob überhaupt jemand einen fancy Geburtstags-Erinnerungsservice nutzen und notfalls den Geburtstag per Hand eintragen würde. Der nächste Freelancer sollte dann eine manuelle Editierungsfunktion bauen und das Ganze ging sehr schnell und zufriedenstellend:

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Nach der Anmeldung kann man zunächst die Freunde importieren. Eigentlich wollte ich mit den Close Friends starten, aber auch das gibt’s nicht über die API:

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Rollout und Test

Jetzt wollte ich gerne das Produkt testen und über den Visitor-Recoring-Software Hotjar checken wie die User das Tool nutzen würden. Nur dazu kam es leider nicht, da Facebook ein weiteres Mal „zu streng“ für meinen Use Case war. Die Permission für taggable_friends wurde nicht erteilt und die normale Freundesliste mit der Permission user_friends ist für eine kleine App witzlos:

Provides access the list of friends that also use your app.

Meine App sollte ja gerade nicht auf einen Netzwerkeffekt angewiesen sein sondern schon für den ersten User funktionieren. Sie wurde leider nie von Facebook approved.

Learnings und Post Mortem

  • Kostenlosen Bootstrap Template war wieder erste Wahl. Zum Glück keine native App gebaut…
  • Entwicklungskosten: 50$ und vier Stunden Aufwand.
  • Dafür einen fähigen Programmierer gefunden, mit dem ich das nächste ähnliche Projekt starten werde.
  • APIs ändern sich – Gatekeeper (Facebook, Apple, etc.) nerven. 🙂

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