47 Tage Selbständigkeit Teil 1: Täglichen Routinen und Gewohnheiten

InAllgemein

Die ersten Tage meines neuen Lebens sind um und es könnte kaum besser laufen. Was sich geändert hat, wie mein Tagesablauf und meine Zahlen aussehen, erfahrt ihr hier im Blog. Los geht es mit Teil 1 zu meinen täglichen Routinen und Gewohnheiten. Nur so viel vorweg: Für mich war das der größte Game Changer in meinem Leben.

„Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Leben“

Dieser Satz stammt aus dem Buch „Die 4-Stunden-Woche“ und tatsächlich lebe ich gerade danach. Der Januar war finanziell ein Rekordmonat und ich hatte so viel Zeit wie seit dem Studium nicht mehr. Endlich muss man während einer langen Schwimmeinheit nicht mehr auf ständig auf die Hallenbaduhr blicken und hat danach sogar noch Zeit mit freundlichen Rentnern in der Sauna zu verweilen oder andere Dinge zu tun die man schon seit Jahren machen möchte: Allein letzte Woche war ich 3x beim Training des 1. FC Köln.

Training 1. FC Köln am 25.01.2017

Frühjahrsputz auf meinem Spielfeld

Ich kann jetzt nicht nur die Zeit („wann?“), sondern auch das „Was“ selbst bestimmen. Klassische E-Mails habe ich seit 2017 abgeschafft. Von einem Kunden, der zwar am zweitmeisten Umsatz generiert hat, aber vom Mindset einfach nicht kompatibel war, habe ich mich getrennt. Jetzt kann man sich wieder selbst aussuchen mit welchen fünf Menschen man die meiste Zeit verbringt.

Ich umgebe mich lieber mit Menschen mit positiver Energie wie Freunde und Familie und generell Menschen mit dem gleichen Mindset. Und dort kann man dann um so mehr investieren. Beispiel: Es macht mir unglaublich Spaß, den Haushalt zu regeln und die Liebste mit einem schönen Abendessen zu empfangen.

Routine und Daily Habits

Keine Angst, das wird kein Blog Post über Top-Manager, die alle um 4 Uhr morgens aufstehen (gibt es ja auch schon). Ich berichte nur wie mein Tag derzeit läuft und bin einfach unglaublich dankbar, dass es für mich so funktioniert. Natürlich kann man genauso erfolgreich sein, wenn man beispielsweise aufgrund von Biorhythmus oder Kindern ganz andere Tagesabläufe hat.

04:30 Uhr Aufstehen

Früher ein Muss, um die ernsthafte Ironman-Vorbereitung mit Vollzeitjob zu schaffen. Heute einfach verinnerlicht. Trotzdem bin ich sehr ausgeschlafen und erlebe die schönste und produktivste Zeit des Tages. Nach dem Aufstehen folgt sofort die sogenannte HRV-Stressmesssung, die per Cloud an meinen Trainer geht. Danach folgt Öl ziehen und ich räume die Wohnung in maximal einem Pomodoro-Sprint (< 25 Minuten) auf um schnell eines erstes Erfolgserlebnis zu haben und anschließend dank Ordnung die Weichen für einen produktiven Tag zu stellen.


Rollentraining um 5 Uhr morgens

Da jeden Tag 2-3 Sporteinheiten anstehen, versuche ich die erste Einheit wirklich so schnell wie möglich nach dem Aufstehen zu absolvieren. Das lohnt sich direkt doppelt: Man hat die sogenannte Most-Important-Task (Ich unterscheide hier nicht nach privat und beruflich) schon um 6 Uhr morgens in der Tasche und kann jetzt theoretisch „Feierabend“ machen. Auf der anderen Seite ist der Körper jedes Mal absolut mit Sauerstoff durchflutet und alle folgenden Aufgaben lassen sich mit links erledigen.

6-8 Uhr: Frühstück, Dankbarkeitsjournal und Meditieren

Nach dem Sport kann ich mich endlich ausgiebig der Regeneration kümmern. Der Trainingseffekt kommt nämlich nicht durch das Training, sondern durch die Phase danach. Dazu gehört ein bewusstes Frühstück mit einigen Supplements, ausruhen, meditieren (App: Headspace) oder aufschreiben wofür man dankbar ist (App: 5 Minute Journal).

8 Uhr: Most Important Tasks

Erst, wenn ich dieses Routine erledigt habe, fange ich überhaupt mit mit dem zweiten Block des Tages an, indem ich tatsächlich den ersten Block auf einem DIN A4 Blatt abhake. Jetzt stehen die „Most Important Tasks“ an. Spätestens am Abend vor dem Tag notiere ich mir, welche 2-3 Tasks ich heute erledigen möchte, die mein Unternehmen wirklich nach vorne bringen. Das sind in erster Linie neue Funktionen aus meinem Jira-Produktbacklog oder neuer Content (z. B. Einträge in die Knowledge-Base, Fotos oder Videos). Es ist schon häufiger vorgekommen, dass ich wirklich um 9 Uhr morgens Feierabend mache, weil ich über das Erreichte extrem dankbar bin.

10 Uhr: Zweite Sporteinheit und Mittagspause

Nach der zweiten Einheit lege ich viel Wert auf ein leckeres und gesundes Mittagessen. Ich liebe es mittlerweile, selbst zu kochen. Entweder koche ich die leckeren Gerichte von hellofresh oder mache es mir noch einfacher: Quiona mit Lachs und Zucchini gehen immer.

Außerdem gibt es in Köln viele tolle Möglichkeiten, auswärts essen zu gehen. Die Speichern-Funktion von Instagram dient mir dabei als Speisekarte und im Restaurant zeige ich dann einfach das Foto vor. Generell begleiten mich Fotos seit 2017 noch mehr und ich möchte 3650 neue Fotos produzieren und das kann klappen, denn egal was ich esse oder koche: Es entsteht immer neuer Content in Form von Bildern. 🙂

instagramSave

Nach dem Mittagessen lege ich mich gerne noch einmal hin (Espresso trinken, dann 20 Minuten ins Bett) oder gehe mit dem Hund spazieren. Danach lasse ich die Routine und die Gewohnheiten bewusst etwas einreißen, da mein neues Leben ja eben nicht ein durchgeplanter Tag sein soll.

19 Uhr: Computer und Handy bleiben aus

Ich stehe zwar früh auf, aber schlafe trotzdem bis zu acht Stunden die Nacht. Dabei achte ich jedoch sehr genau auf eine ausreichend Schlaf-Hygiene, worüber ich einen eigenen Blog-Post schreiben könnte. Ab ca. 17 Uhr schalte ich auf Entspannung um (Wechsel der Farbtemperatur meiner Philipps-Lampen und des Monitors. Sogar die Spotify-Playlist wird getauscht). Ab ca. 19 Uhr bleiben Computer und Handy aus und ich lege sogar eine „Blockierkarte“ auf die Tastatur, die mich am nächsten Morgen auch gleichzeitig daran erinnert, erst die Routinen zu erledigen und dann am PC zu versinken.

Ich bin sehr gespannt wie sich der „Lifehack Schlafen“ auf meine (sportliche) Performance auswirken wird. Seit September schlafe ich jedenfalls deutlich mehr:

schlaftrends

Sonstige Routinen

Derzeit nutze ich Wunderlist wieder sehr stark um insbesondere die vielen wiederkehrenden Todos zu managen – teils auf ganz kleiner Ebene, damit man nur genau 1x rein schaut und nicht z. B. mehrfach am Tag den Kontostand checkt.

Täglich: Check Jira-Board und Sync mit Entwicklern

Täglich: Neuen Content erschaffen (Videos, Fotos, FAQs, Blog-Posts, etc)

Montags: Nachrichten bearbeiten (E-Mails, Whatsapp, Intercom CRM-System Facebook, Instagram, …), Konten prüfen, Belege abheften

Donnerstags: Intercom und Whatsapp, den Plan der nächsten Woche ausdrucken (Tasks, Sporteinheiten, Events, ..)

Monatlich: Dokumente für den Steuerberater ordnen

Fazit

Bisher fühlt es sich alles wie ein Lottogewinn an und ich bin über jeden Tag dankbar. Ob das so bleibt oder nur ein schöner Honey Moon ist, weiß ich nicht. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Im nächsten Teil erfahrt ihr mehr zu ein paar Zahlen (ich liebe Daten!) und weitere wertvolle Learnings der letzten Wochen. Stay tuned! 🙂

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